Vorbereitungsspiel der C-Junioren

von Martin Zimmerli

In der letzten Woche der Sommerferien weilt der FC Affoltern am Albis jeweils mit seinen Junioren in Davos im Trainingslager. Für die Davoser C-Junioren ergab sich daraus einmal mehr eine willkommene Gelegenheit, gegen die starken D-Junioren des Zürcher Clubs vor dem Start der Meisterschaft einen wettkampfmässigen Test zu absolvieren. Auch wenn durchaus gute Ansätze zu sehen waren, zeigten die Gäste den Davosern doch auch deutlich auf, woran sie noch zu arbeiten haben.

Für einen grossen Teil der Davoser C-Junioren war dieses Spiel der erste Wettkampf im Eleferfussball über das gesamte Spielfeld. Dementsprechend ging es auch in erster Linie darum, sich mit den mit dieser Umstellung verbundenen neuen Aufgaben und Verhältnissen zurechtzufinden.

Zu Beginn der Partie versuchten die Einheimischen den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Aufgrund ihrer körperlichen Vorteile gegen die deutlich jüngeren Junioren des FC Affoltern konnten sie sich damit auch regelmässig durchsetzen und gelangten zu einigen guten Abschlussgelegenheiten. Leider gelang es ihnen aber nicht, eine dieser Chancen zu der zu diesem Zeitpunkt durchaus verdienten Führung zu nutzen.

Dennoch waren bei den Davosern in dieser Phase viele gute Ansätze zu sehen. Sie waren sichtlich um gute Kombinationen und einen gepflegten Spielaufbau bemüht. Im Offensivverhalten fanden sie ausserdem auch recht gut zu ihren Positionen und oftmals gelang es ihnen, mit guten Spielverlagerungen und flüssigen Kombinationen die sich ihnen bietenden Räume geschickt zu nutzen.

Mit zunehmender Spieldauer legten die Gäste ihren Respekt vor den grösseren Davosern aber immer mehr ab. Nun gelang es ihnen, ihre technischen und spielerischen Vorteile vermehrt zum Tragen zu bringen. So glich sich die Partie zunehmend aus. Hinzu kam, dass ihnen praktisch mit ihrem ersten gefährlichen Angriff nach zehn Spielminuten der vielumjubelte Führungstreffer gelang, was ihnen noch zusätzlich Auftrieb verlieh.

Die Davoser machten sich ausserdem das Leben auch selber noch schwer, indem sie zum einen in den Zweikämpfen und Laufduellen viel zu zögerlich agierten, zum anderen auch viele Bälle sehr einfach und ohne grossen Gegenerdruck verloren. So passte es zu dieser Spielentwicklung, dass die Zürcher ihre Führung mit zwei Schüssen aus grosser Distanz relativ einfach auf drei Tore ausbauen konnten.

Die Davoser versuchten weiterhin, mit Kombinationen von hinten heraus zu Chancen zu gelangen. Oftmals fehlte aber die Präzision, so dass sie bis zum Seitenwechsel nie mehr wirklich zwingend und gefährlich wurden. Ganz anders die Gäste, die beflügelt durch die klare Führung immer offensiver auftraten. Und in dieser Phase zeigte sich dann auch deutlich, dass die Davoser Mannschaft punkto taktischem Verhalten in der Defensive noch einiges an Hausaufgaben zu erledigen hat.

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst dann wieder die Davoser, die die Kontrolle über das Spielgeschehen zurückerlangten - nicht zuletzt, da nun etwas mehr Spielerinnen und Spieler auf dem Feld waren, die bereits eine Saison bei den C-Junioren bestritten hatten. Es gelang ihnen in dieser Phase, ein Übergewicht an Ballbesitz zu erlangen und daraus resultierten sofort auch wieder einige Abschlussgelgenheiten. Während sie jedoch in der ersten Halbzeit doch immer wieder auch gute raumgreifende Aktionen gezeigt hatten spielten sie nun sehr oft nur noch durch die Mitte, wo ihnen die Gästeabwehr die Räume aber sehr eng zu machen vermochte. So blieben sie immer wieder an der vielbeinigen Abwehr hängen und suchten deshalb ihr Glück vermehrt mit Schüssen aus der zweiten Reihe.

Etwas überraschend waren es dann Mitte der zweiten Halbzeit erneut die Affolterer, welchen erneut ein Treffer gelang. Dabei profitierten sie davon, dass die Davoser Hintermannschaft den Ball trotz mehreren Gelgenheiten nicht aus der Gefahrenzone wegbrachte.

Erst in der 70. Minute gelang den Davosern dann doch noch der verdiente Ehrentreffer. Neuzugang Joseph Groves konnte eine Kombination der Einheimischen mit einem schönen Schuss aus gut zehn Metern erfolgreich abschliessen. Mehr Zählbares wollte ihnen an diesem Abend dann nicht mehr gelingen.

Trotz der 4:1-Niederlage bot das Spiel den Davosern eine sehr willkommene Gelegenheit, erste Erfahrungen in der neuen Zusammensetzung zu machen. Dabei zeigten sie gute Ansätze, auf denen sie für die bald beginnende Meisterschaftsrunde aufbauen können. Ebenso wurde ihnen aber von den starken Gästen auch deutlich aufgezeigt, dass es an Arbeit für die kommenden Trainings nicht mangelt.